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ACHTUNG - NEUES BLOG
Ab sofort steht unter http://devtyr.norberteder.com mein neues Blog zur Verfügung. Dieses Blog wird nicht weiter betreut, bleibt aber erhalten. Neue Eintr%auml;ge erfolgen nur mehr im neuen Blog. Kommentare werden ebenfalls nicht mehr behandelt. Wer weiterhin meinen Einträgen und Aktivitäten folgen möchte, möge bitte RSS-Feeds, Verlinkungen etc. an die neue Location anpassen.
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WPF, NHibernate, ObservableCollection und Patterns
10.08.08 - Entwicklung, Diskussionen, Patterns, .NET, WPF Beitrag von Norbert Eder| | Im Beitrag ObservableCollection und NHibernate hatte ich einen Link zu einem Artikel gepostet, der zeigt, wie man NHibernate dazu bringt, mit einer ObservableCollection zu arbeiten.
Nun, ein paar Tage später, finde ich die Sache dann doch nicht mehr ganz so toll, gerade wenn Patterns mit ins Spiel kommen (was hoffentlich der Fall ist). Man nehme als Beispiel die bereits von mir vorgestellten Patterns MVC für WPF und Model-View-ViewModel. Diese beiden Patterns unterscheiden sich unter anderem dadurch, dass beim MVC Controller und Model komplett getrennt sind. Beim MVVM ist dies zwar auch der Fall, jedoch stellt das ViewModel sowohl die Controller-Funktionalität zur Verfügung, als auch eine gewrappte Form des Models.
Was bedeutet dies nun konkret?
Bei der Verwendung des MVVM Patterns zusammen mit NHibernate bedarf es keiner speziellen Erweiterung oder Anpassung. Das Model verwendet weder eine ObservableCollection noch wird irgendein für WPF benötigtes Interface implementiert (siehe beispielsweise INotifyPropertyChanged). Damit ist es möglich, NHibernate zu nutzen, wie es auch ausgeliefert wird. Beim MVC-Pattern müsste hier der im verlinkten Artikel angesprochene Handkniff getätigt werden, um in den Genuss der für das Data Binding notwendigen Events zu gelangen.
Was kann daraus abgeleitet werden?
Der – zumindest für mich – wesentliche Punkt ist, dass es sinnvoll wäre, das zu verwenden, was sich bereits vielfach bewährt hat. NHibernate hat sich bereits in sehr vielen Projekten bewährt und man kann sich auf eine korrekte Funktionsweise verlassen. Aus diesem Grund würde ich eher die Finger von einer ObservableCollection-spezifischen Erweiterung lassen (auch wenn es lediglich eine Handvoll Klassen sind) und hier auf das MVVM-Pattern zu setzen, welches eben diese Änderung nicht benötigt.
Damit muss man sich bei einem Update keine Sorgen machen und wer weiß, vielleicht gibt es ja bald eine entsprechende Unterstützung.
Was meint ihr dazu?
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WPF und MVC
08.06.08 - Entwicklung, Diskussionen, Patterns, .NET, WPF Beitrag von Norbert Eder| | Anwendungen sollten nicht nur schön anzusehen sein, sondern auch das robust und korrekt tun, wofür sie geschaffen wurden. Damit dem so ist, muss sich der Entwickler/Architekt natürlich zu Beginn eines Projektes so einige Gedanken machen. Denn nur durch ein gutes Grundgerüst werden Anforderungen á la Erweiterbarkeit, Testbarkeit, einfache Wartung usw. auch erfüllt.
Das Model View Controller Pattern ist da so ein Ansatz. Mittlerweile Jahrzehnte am Buckel hatte sich dieses Pattern immer wieder bewährt (in seiner ursprünglichen Form oder in einer abgewandelten).
Wie nun die Windows Presentation Foundation mit dem Model View Controller Pattern zusammen arbeitet, zeigt der Artikel MVC Pattern mit WPF verwenden, welchen ich gestern auf .NET GUI veröffentlicht habe.
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WPF ist so extrem kompliziert ...
30.04.08 - Entwicklung, Diskussionen, .NET, WPF Beitrag von Norbert Eder| | ... liest man so immer wieder in allen Foren, die sich auch nur annähernde mit der Thematik beschäftigen. Das ist auch durchaus korrekt - zumindest zu Beginn.
Dadurch, dass sich sehr viele Konzepte geändret haben und natürlich jede Menge neues hinzukam, hat sich die Entwicklung von grafischen Oberflächen drastisch geändert. Das resultiert natürlich darin, dass die Lernkurve eine viel steilere ist und zudem viel vorhandenes Wissen verworfen werden muss.
Aber bei Windows Forms konnte ich das immer so machen. Oder so ähnlich lesen sich Beiträge. Mein Rat: Vergesst, was ihr von Windows Forms kennt. Anders ist es kaum zu formulieren.
Windows Forms war gestern (ganz so drastisch ist es nicht, aber aus Sicht der Vision von WPF dann doch wieder). Es ist wichtig die neuen Konzepte zu erfassen und sie verstehen zu lernen. Erst dann sind erste erfolgreiche Schritte tatsächlich möglich.
Es ist nicht bloß die Trennung zwischen Präsentation und Logik, die WPF als neuartig erscheinen läßt. Nein, WPF verwendet teilweise auch Techniken, die schon zig Jahre alt sind. Eben eine Mischung aus GDI/GDI+, Web, Windows Forms usw. Das alles auf Basis von DirectX und noch dazu mit einem unterschiedlichen Rendering-Mechanismus.
Es haben sich nicht nur die Möglichkeiten verändert, nein. Auch Gedanken müssen anders gedacht werden. Andere Schritte als bisher führen zum Ziel. Vieles erscheint im ersten Moment als sehr kompliziert, zeigt aber erst nach einer gewissen Einarbeitungsphase den wahren Reiz und die wahren Möglichkeiten. Wer über die ersten Frust-Momente hinweg kommt, der hat es geschafft.
Daher all denjenigen, die sich selbst in Frage stellen, denen ich in diversen Foren Mut machen konnte oder diejenigen, die diesbezüglich eine Aussage von mir per Mail "eingefordert" haben: Versucht die Konzepte dahinter zu verstehen und befreit euch vom Gedanken, wie es denn unter Windows Forms funktionieren würde ...
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.NET BlogBook Ausgabe 6
14.04.08 - Entwicklung, Diskussionen, Patterns, Software Testing, Projektmgmt., Qualitätsmgmt., .NET, Grundlagen, Base Framework, WPF, ASP.NET, Silverlight, Mobile Devices, Datenverwaltung, Visual Studio, Allerlei, Microsoft Office, SQL Server Beitrag von Norbert Eder| | Ab sofort steht die 6. Ausgabe des .NET BlogBooks zur Verfügung. Insgesamt stehen nun fast 330 Seiten an puren Informationen und Praxiswissen zur Verfügung.
Noch dazu wurden einige Anregungen aufgegriffen. Es gibt ein neues Cover (ein herzliches Dankeschön an 69° media solutions). Ebenfalls wurden unnötige dunkle Stellen entfernt, die beim Ausdrucken maximal Toner verbrauchen, sonst jedoch keinerlei Wirkung erzielen.
Hauptsächlich wurde das BlogBook um Wissen rund um die Windows Presentation Foundation erweitert, aber auch andere Punkte kamen hinzu. Ein Blick lohnt sich allemal.
Weitere Informationen sind auf der Homepage unter http://www.dotnet-blogbook.com zu finden.
Für Anregungen, Wünsche und (konstruktive) Kritik haben wir natürlich weiterhin ein offenes Ohr.
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Code Analysis und von WPF generierter Code
07.04.08 - Entwicklung, Diskussionen, .NET, Grundlagen, WPF Beitrag von Norbert Eder| | Die lokale Code Analyse durch Visual Studio 2008 ist eine sehr hilfreiche Sache, um oft gemachte Unschönheiten, eventuelle Performance- und/oder Security-Probleme früh zu erkennen oder auch nur, um die korrekte Namensgebung zu beachten.
Werden die Richtlinien aktiviert (unter den Projekteigenschaften) und zudem einige dieser Richtlinien auf Error gestellt (standardmäßig sind alle als Warnings eingetragen), dann ist man gezwungen, eben diese auch tatsächlich zu beheben. Kein schlechter Weg, um die Qualität des Codes früh auf einen entsprechenden Standard zu heben.
Allerdings gibt es dabei auch einen Haken:
Es gibt die Möglichkeit, generierten Code von der Überprüfung auszunehmen. Dies ist sehr sinnvoll, wenn Code von 3rd-Party-Tools generiert wird und es keine Möglichkeit gibt, die Generierung zu beeinflussen d.h. etwaige Warnings oder Errors los zu werden. Dies kann in den Projekt-Eigenschaften eingestellt werden:
Die WPF selbst generiert ja aus dem definierten XAML im Hintergrund den notwendigen Sourcecode. Wird ein neues Fenster angelegt, besteht dieses aus zwei Dateien:
- Window1.xaml
- Window1.xaml.cs
In der Window1.xaml kann nun per XAML Markup die einzelnen Elemente definiert werden. WIndow1.xaml.cs ist die Codebehind-Datei und enthält den notwendigen Sourcecode (Eventhandler etc.). Nun muss aus der XAML-Datei einiges an Code generiert werden:
- Deklaration der einzelnen Elemente, damit via Sourcecode darauf zugegriffen werden kann.
- Methode InitializComponent
- Methode Connect
All das landet in der Datei Window1.g.cs. Wird also im Hintergrund für uns generiert. (Daher das g in der Endung). Blöderweise erhält diese Datei kein GeneratedCodeAttribute, wodurch die Prüfung auf die Richtlinien hin unterdrückt werden würde.
Im zu Grunde liegenden MSDN-Beitrag findet sich auch kein Hinweis darauf, schließlich wird WPF dort auch noch gar nicht behandelt.
Der einzige Ausweg daraus ist, den erhaltenden Fehler per SuppressMessage auszuklammern und zwar global für den gesamten Namespace. Eine Ausklammerung direkt im Source würde keine dauerhafte Änderung bringen, da das SuppressMessage-Attribute bei der nächsten Generierung überschrieben werden würde.
Hier sollte wohl noch etwas gemacht werden ...
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WPF vs WinForms: Softwareentwickler Performance-Test
31.03.08 - Entwicklung, Diskussionen, .NET, WPF Beitrag von Norbert Eder| | Was macht man Wochenends am Abend, wenn man mit einem anderen Softwareentwickler zusammen sitzt und über einiges aus der eigenen Branche sinniert? Ganz einfach, man kommt auf lustige Ideen und setzt diese dann auch gleich um (oder versucht es zumindest). So vergangenes Wochenende geschehen.
Ausgangspunkt war ein Thread auf dem .NET-Forum.de. Hier kam im Laufe einer Diskussion auf, dass es doch wesentlich schneller und einfacher unter WinForms möglich ist, eine Oberfläche zu erstellen. Schließlich muss man lediglich die einzelnen Elemente in den Designer ziehen, ein wenig konfigurieren und fertig ist die Lösung.
Dem konnte ich so nicht gänzlich zustimmen, zumal man (vorausgesetzt ist weniger ein gekonnter Umgang mit der Maus, vielmehr ist die Fingerfertigkeit bezüglich Tastatur gefragt) in der deklarativen Variante (XAML) sehr gut mittels Copy & Paste (Achtung, Murphy lauert) arbeiten kann und einem so sehr viel Tippslerei erspart bleibt.
Gut, also wurde ein Testszenario ersonnen: Eine kleine Anwendung, die mit Daten aus einem XML gefüttert wird, diese anzeigen soll und zusätzlich die Funktionalitäten Neu, Edit und Save behandeln sollte. Nachdem die Anforderungen definiert wurden musste noch die Stoppuhr gestartet werden und schon konnte es losgehen.
Leider hatten wir keine Videokamera zur Verfügung, sonst hätten wir es in der Tat gefilmt und online gestellt (auch wenn die Lösungen wirklich schmutzig waren), aber der zeitliche Unterschied war schon recht eklatant. Und damit meine ich, dass die WPF-Variante ungefähr 50% der Entwicklungszeit unter WinForms benötigte.
Nun. Natürlich ist dieser Test in keinster Weise wirklich aussagekräftig, noch ist er für den Leser nachvollziehbar (mit Video sähe es anders aus), aber es war grundsätzlich als kleiner Test gedacht um einen ungefähren Anhaltspunkt zu bekommen. Das was sich dabei halt herausgestellt hat war, dass die WPF Lösung auf jeden Fall schneller implementiert war und zusätzlich noch die Möglichkeit der Customization bot, d.h. das Aussehen konnte vollständig angepasst werden. Bei der WinForms-Anwendung: Niete.
Das spricht dann schon wieder eine deutlichere Sprache. Kürzere Implementierungszeit und höhere Anpassbarkeit. Schon eine nette Sache.
Interessant wäre nun der direkte Vergleich in einer größer angelegten Anwendung. D.h. mit einer Implementierungszeit von mehr als 5 MD. Wird sich in der Realität zwar vermutlich nicht spielen, aber durchaus ein interessantes Experiment. Denn gerade auf diesem Gebiet gibt es zahlreiche Spekulationen, wodurch natürlich viele Interessierte verunsichert werden und somit lieber die Finger von dieser Technologie lassen.
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Aber mit Windows Forms bin ich doch viel schneller …
14.03.08 - Entwicklung, Diskussionen, Grundlagen, WPF Beitrag von Norbert Eder| | Genau diese Aussage ist mir bei Diskussionen rund um die Windows Presentation Foundation immer wieder untergekommen. Gerade wenn es um kleine Anwendungen geht, wird immer noch hauptsächlich auf Windows Forms gesetzt. Hier kommen natürlich einige Punkte zu tragen, die ich schon an diversen Stellen aufgeführt habe:
- Gewohnheit: Windows Forms kennt man und weiß sie auch einzusetzen. Probleme sind genauso bekannt wie die möglichen Umsetzungsvarianten. Der Umstieg zu einer deklarativen Form (obwohl das ja auch nur ein Teil der WPF ist) ist somit nicht einfach zu bewerkstelligen, zumal bei kleinen Anwendungen, Tools, Hilfen die Vorteile bei weitem nicht so klar auf der Hand liegen.
- Es ist neu. Neues verursacht immer wieder Angst. Man weiß nicht, womit genau man’s zu tun hat, wie es reagiert, was man damit alles machen kann. Im ersten Schritt werden daher grundlegende Informationen besorgt, welche dann natürlich aber auch sehr schnell zeigen können, dass etwas eventuell aufwändiger ist, als man es bisher gewohnt war. In einigen Fällen (und hier zähle ich die WPF dazu) wirkt dies jedoch nur auf den ersten Blick so. Allerdings muss hier auch die Größe der Anwendung berücksichtigt werden.
- Es ist anders. Ganz klar, es ist natürlich anders, weil es neu ist. Bei neuen Techniken werden oft neue (oder aufgewärmte) Wege gegangen. Im Falle der WPF handelt es sich dabei um den Einsatz einer deklarativen Programmierung, soweit es zumindest XAML betrifft. Dies mag auf den ersten Blick etwas aufwändig erscheinen, dennoch ermöglicht gerade dies ungeahnte Möglichkeiten in der Trennung zwischen Design und Logik.
Zusätzlich zu diesen Punkten wird oftmals der im Visual Studio integrierte WPF Designer (Cider) kritisiert. Es wird bemängelt, dass Oberflächen nun nicht mehr so einfach und schnell erstellt werden können, wie dies unter Windows Forms der Fall ist. Das ist grundsätzlich schon richtig. Für diese Fälle gibt es Tools á la Expression Blend (dazu kommen wir noch). Auch unterscheidet sich hier ein bestimmter Punkt ganz gewaltig: Gestaltungsfreiheit.
War ich unter den Windows Forms noch an die angebotenen Gestaltungsmöglichkeiten des entsprechenden Steuerelements gebunden, ist dies unter WPF großteils so nicht mehr der Fall. Durch die Möglichkeit, beliebige Steuerelemente ineinander zu verschachteln, kann ich als Designer/Entwickler gänzlich neue Steuerelemente erzeugen, ohne wirklich programmieren zu müssen. Unter den Windows Forms musste ich für eine eigene Konstellation eben mal schnell ableiten und meinen Wunsch implementieren. Aber auch dieses gilt wieder nur für größere Anwendungen, da hier dieser Fall wahrscheinlicher auftritt, als bei einem kleinen Tool, welches ich als Entwickler nur für mich selber zusammenstricke.
Ein häufiges Argument, welches ebenfalls oft angewandt wird: Expression Blend ist zwar toll, kostet aber auch entsprechend. Ein kurzer Blick auf eine Homepage die etwas mit kriegerischen Frauen zu tun hat, zeigt: Expression Blend schlägt mit über 500 Euronen zu Buche. Dies ist in der Tat ein Betrag, den sich ein Hobbyentwickler, oder jemand der OpenSource-Software entwickelt, kaum leisten kann, bzw. vielmehr will. Ist auch verständlich. Gehen wir hier also nicht von einem professionellen Rahmen aus (hier sollte dieser Betrag aufzutreiben sein), sondern wenden wir uns diesbezüglich den Hobbyentwicklern zu. Wo sind also die Alternativen. Ja, da gibt es den Aurora XAML Designer, der jedoch auch nicht kostenfrei ist (jedoch mit unter 200 Euro noch erträglich) und zudem auch nicht so wirklicht gut abschneidet (siehe Aurora XAML Designer Schnelltest).
Weitere Alternativen sind rar und oft finden sich nur kleinere Tools, die den einen oder anderen Schritt automatisieren oder vereinfachen. Hier muss also noch auf jeden Fall nachgebessert werden, denn der „kleine Entwickler“ muss sehr viel zu Fuß erledigen und verliert damit dann schon Zeit, die vielleicht besser in die Logik investiert wäre.
Es muss jedoch auch hinzugefügt werden, dass sich der Aufwand durchaus in Grenzen hält und man auch sehr schnell zu Ergebnissen kommt. Fakt ist jedoch, dass gewisse Schritte nicht gemacht werden wollen, wenn man ganz genau weiß, dass es grundsätzlich Tools gibt, die das viel schneller erledigen, oder es Alternativen gibt, die das auch für mich machen. Windows Forms eben. Und solange die Unterstützung auf diesem Gebiet nicht besser ist, wird sich WPF, vor allem in der großen Gemeinde, der „kleinen Entwickler“, nicht durchsetzen. Stattdessen werden weiterhin die Windows Forms zum Einsatz kommen. Da zählen die Vorteile die durch die WPF geboten werden, eigentlich nicht wirklich …
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Undo und Redo implementieren
12.03.08 - Entwicklung, Diskussionen, Patterns, .NET, Grundlagen, Base Framework, WPF, ASP.NET Beitrag von Norbert Eder| | Es kommt ja doch häufig vor, dass eine Anwendung ein Undo bzw. ein Redo unterstützen muss. Wird diese Funktionalität gefordert wird immer wieder nach einer Umsetzungsmöglichkeit gefragt. Hier eine kleine Lösung, die für diese Zwecke verwendet werden kann.
Hinweis: In diesem Beispiel werden keine Fehlerabfragen gemacht. Es empfiehlt sich, einen Ausführungsstatus zu integrieren, der das Verhalten entsprechend beeinflusst.
Design
Um diese Funktionalität umzusetzen, wird das Command-Pattern verwendet. Dieses eignet sich sehr gut dazu, Aktionen auszuführen und diese auch wieder zurück zu nehmen. Erweitert wird das Command-Pattern um einen CommandManager, der für die Ausführung und Verwaltung der einzelnen Commands zuständig ist.
Implementierung
Zuerst wird eine Basisklasse für den Command implementiert, welche die Methoden Execute(), Undo und Redo zur Verfügung stellt.
public abstract class Command
{
public abstract void Execute();
public abstract void Undo();
public abstract void Redo();
}
Als weiteren Schritt wird der CommandManager implementiert. Dieser ist in diesem Fall ein Singleton (damit er nur einmal pro Instanz vorhanden sein kann) und bietet nach aussen hin die selbe Funktionalität wie ein Command an. Intern werden die einzelnen Commands jedoch in einem Stack behalten, um den Verlauf der einzelnen Commands nachvollziehen zu können. Darüber kann nun ein Undo bzw. ein Redo abgebildet werden.
public class CommandManager
{
#region Static Attributes
private static object _lockObject = new object();
private static CommandManager _instance = null;
#endregion Static Attributes
#region Attributes
private Stack<Command> _commandStack = new Stack<Command>();
private Stack<Command> _undoneStack = new Stack<Command>();
#endregion Attributes
#region ctor
private CommandManager() { }
#endregion ctor
#region Static Methods
public static CommandManager GetInstance
{
get
{
if (_instance == null)
{
lock (_lockObject)
{
_instance = new CommandManager();
}
}
return _instance;
}
}
#endregion Static Methods
#region Public Methods
public void Execute(Command command)
{
command.Execute();
_commandStack.Push(command);
}
public void Redo()
{
Command redoCommand = _undoneStack.Pop();
redoCommand.Redo();
_commandStack.Push(redoCommand);
}
public void Undo()
{
Command undoCommand = _commandStack.Pop();
undoCommand.Undo();
_undoneStack.Push(undoCommand);
}
#endregion Public Methods
}
Damit ist die eigentliche Implementierung bereits abgeschlossen und wir können zu einem ersten Test schreiten. Hierzu benötigen wir ein paar kleinere Klassen, die nicht wirklich etwas aufregendes machen.
Hier eine Klasse Person, die zwei Eigenschaften zur Verfügung stellt, anhand derer getestet wird. Zudem implementiert sie das Interface ICloneable (wird im nachfolgenden Command benutzt) und überschreibt die ToString-Methode.
public class Person : ICloneable
{
#region Properties
public String Firstname { get; set; }
public String Lastname { get; set; }
#endregion Properties
#region ICloneable Members
public object Clone()
{
Person p = new Person();
p.Firstname = this.Firstname;
p.Lastname = this.Lastname;
return p;
}
#endregion ICloneable Members
#region Overrides
public override string ToString()
{
return String.Format("{0}, {1}", Lastname, Firstname);
}
#endregion Overrides
}
Als nächsten Schritt müssen wir noch einen konkreten Command implementieren, der eine Aktion durchführt. Dieser wird sich lediglich ein wenig mit den Eigenschaften der Person spielen:
public class PersonCommand : Command
{
private Person _person;
private Person _personStateBefore;
public PersonCommand(Person person)
{
_person = person;
}
public override void Execute()
{
_personStateBefore = _person.Clone() as Person;
_person.Firstname = "Norbert";
_person.Lastname = "Eder";
}
public override void Undo()
{
_person.Firstname = _personStateBefore.Firstname;
_person.Lastname = _personStateBefore.Lastname;
}
public override void Redo()
{
Execute();
}
}
Wichtig ist an dieser Stelle nur, dass sich der Command den ursprünglichen Status des übergebenen Objektes merkt und somit eine Undo bzw. Redo-Funktionalität anbieten kann.
Schlussendlich ein Stück Code, welches bei mir in einer Konsolen-Anwendung direkt in der static void Main ausgeführt wird:
CommandManager manager = CommandManager.GetInstance;
Person p = new Person();
p.Firstname = "<not set>";
p.Lastname = "<not set>";
Console.WriteLine(
String.Format("Before first execution: " + p.ToString()));
manager.Execute(new PersonCommand(p));
Console.WriteLine(
String.Format("After first execution : " + p.ToString()));
manager.Undo();
Console.WriteLine(
String.Format("After undo : " + p.ToString()));
manager.Redo();
Console.WriteLine(
String.Format("After redo : " + p.ToString()));
Console.Read();
Und nun möchte ich das Ergebnis nicht vorenthalten:
Fazit
Wie zu sehen ist, ist ein Undo bzw. Redo-Mechanismus sehr einfach zu implementieren. Abhängig der Umgebung in welcher diese Methode zu tragen kommt, müssen eventuell weitere Mechanismen eingefügt werden.
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Verhalten einer Anwendung per Konfiguration bzw. Laufzeit verändern
27.02.08 - Entwicklung, Diskussionen, Patterns, .NET, Grundlagen Beitrag von Norbert Eder| | Abgrenzung
In diesem Artikel wird folgendes gezeigt:
- Austauschen von Verhaltensweisen via Konfiguration als auch zur Laufzeit
- Austauschen von einzelnen Methoden via Konfiguration als auch zur Laufzeit
Einführung
In vielen Fällen ist es notwendig, Verhaltensweisen über die Konfiguration oder per Laufzeit zu steuern. Als Beispiel: Nehmen wir eine Anwendung, die unterschiedliche Listen zur Verfügung stellt. Nun müssen die Daten für diese Listen geladen werden, damit sie angezeigt werden können. Unter der Annahme, dass alle Daten aus einer Datenbank kommen ist es kaum notwendig, dieses Verhalten zu verändern. Nun kann es aber sein, dass Inhalte für bestimmte Listen nicht aus der Datenbank kommen, sondern aus anderen Quellen. Das Standardverhalten würde nun nicht mehr funktionieren und muss daher ausgetauscht werden.
Ein weiterer häufig auftretender Punkt ist, dass zwar grundsätzlich das Standardverhalten verwendet werden soll, bis auf einen kleinen Teil, beispielsweise eine bestimmte Methode.
Strategy Pattern hilft bei Verhaltensänderungen
Da Verhaltensweisen getauscht werden können, liegt es nahe, sich im Bereich der Behavioral Patterns umzusehen. Darunter ist das Strategy-Pattern zu finden. Dieses ermöglicht, das gesamte Verhalten auszutauschen. Hier eine UML-Übersicht dieses Patterns:
Im Diagramm ist der Aufbau einfach zu erkennen. Grundsätzlich wird ein Interface IStrategy zur Verfügung gestellt. Dieses schreibt die Methode DoWork vor, welche dann die tatsächliche Aufgabe ausführt. Dieses Interface wird von zwei konkreten Klassen implementiert: ConcreteStrategy1 und ConcreteStrategy2. Beide Klassen besitzen also die Methode DoWork. Allerdings unterscheiden sich diese beiden Implementierungen voneinander, sprich das Verhalten ist ein unterschiedliches (sonst würde auch die Erstellung von zwei konkreten Klassen wenig sinnvoll sein). Schließlich gibt es noch einen StrategyContext. Dieser bekommt über den Konstruktor ein IStrategy übergeben. Dieses bestimmt nun das Verhalten. Die Aufrufe erfolgen über den StrategyContext, wodurch die Funktionalität aus dem übergebenen Strategy-Objekt aufgerufen wird. Eine Beispiel-Implementierung sieht so aus:
public interface IStrategy
{
void DoWork();
}
public class ConcreteStrategy1 : IStrategy
{
#region IStrategy Members
public void DoWork()
{
Console.WriteLine("ConcreteStrategy1");
}
#endregion
}
public class ConcreteStrategy2 : IStrategy
{
#region IStrategy Members
public void DoWork()
{
Console.WriteLine("ConcreteStrategy2");
}
#endregion
}
public class StrategyContext
{
private IStrategy _strategy;
public StrategyContext(IStrategy strategy)
{
_strategy = strategy;
}
public void DoWork()
{
_strategy.DoWork();
}
}
Der Aufruf des Konstruktes geschieht folgendermaßen:
class Program
{
static void Main(string[] args)
{
StrategyContext context = new StrategyContext(new ConcreteStrategy1());
context.DoWork();
}
}
Austausch von einzelnen Methoden
Bisher haben wir gesehen, wie gesamte Verhaltensweisen ausgetauscht werden können. Wie sieht es jedoch aus, wenn nur einzelne Methoden getauscht werden und das restliche Verhalten gleich bleiben soll? Hier bietet sich ein Structural Pattern an, das Proxy Pattern. Dieses Pattern beschreibt einen möglichen Weg, wie Aufrufe an ein Ziel weitergeleitet werden können. Dies ist genau das was wir benötigen. Zuerst jedoch das UML Diagramm, um einen ersten Überblick zu erlagen:
Wie zu sehen ist, wird der StrategyContext gegen einen Proxy ersetzt. Dieser erhielt zusätzlich zur eigentlichen DoWork-Methode eine weitere Überladung, dem ein ICommand übergeben werden kann. Damit kann entweder das Standardverhalten (welches durch die konkrete Strategy-Implementierung vorgegeben wird) oder aber ein beliebiges eigenes Verhalten ausgeführt werden. Dies wirft natürlich die Frage auf, warum man nicht trotzdem ausschließlich mit dem Strategy-Pattern arbeiten kann. Der Einfachheit wegen hat dieses Beispiel nur eine einzige Methode, diese Variante kommt jedoch erst bei mehreren angebotenen Methoden zu tragen.
Hier eine Beispielimplementierung (IStrategy und die konkreten Implementierungen haben sich nicht geändert und sind im obigen Sourcecode zu finden):
public interface ICommand
{
void Execute();
}
public class CustomWorker1 : ICommand
{
#region ICommand Members
public void Execute()
{
Console.WriteLine("CustomWorker1");
}
#endregion
}
public class CustomWorker2 : ICommand
{
#region ICommand Members
public void Execute()
{
Console.WriteLine("CustomWorker2");
}
#endregion
}
public class StrategyProxy
{
private IStrategy _usedStrategy;
public StrategyProxy(IStrategy usedStrategy)
{
_usedStrategy = usedStrategy;
}
public void DoWork()
{
_usedStrategy.DoWork();
}
public void DoWork(ICommand customWorker)
{
customWorker.Execute();
}
}
Fazit
Dieser Beitrag hat gezeigt, wie gesamte Verhalten innerhalb einer Anwendung einfach ausgetauscht werden können bzw. einen Weg aufgezeigt, wie dies auf Basis von Methoden realisiert werden kann. Wer dies nun über eine Konfigurationsdatei konfigurieren möchte, der kann sich beispielsweise einen Builder basteln, welcher die Konfiguration ausliest und die darin angegebenen Typen mit Hilfe der Klasse Activator instanziert, den Proxy mit den notwendigen Instanzen füllt und ihn anschließend fertig konfiguriert zurück liefert.
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Das schwierige Los eines Entwicklers
23.02.08 - Entwicklung, Diskussionen Beitrag von Norbert Eder| | Jeder Softwareentwickler muss mal klein beginnen. Viele Fragen tun sich auf und oft ist es schwierig, den richtigen Startpunkt zu finden. Wer bereits seit Jahren erfolgreich Software entwickelt, um die Fallen weiß, Patterns kennt und sich auf die Erfahrung verlassen kann, verliert oft die Anfangsschwierigkeiten aus den Augen, mit denen ein „Neuling“ konfrontiert wird.
Durch meine Lektorentätigkeit wurde ich vor allem in den letzten Tagen wieder darauf aufmerksam gemacht, worin tatsächlich die Probleme liegen bzw. sehr wahrscheinlich. Paradigmen wie die objektorientierte Programmierung sehe ich hier gar nicht so als tragisch an. Vielmehr stellen die wirklich zahlreich verfügbaren Möglichkeiten Einsteiger vor ein Problem. Wie vor 10, 15 Jahren stehen auch heute noch Programmiersprachen im Vordergrund, obwohl sie eigentlich nur ein Werkzeug zur Verfügung stellen. Hinter diesen Werkzeugen lauern zahlreiche Techniken/Frameworks, die verwendet werden wollen. Egal, in welche Ecke man guckt, alles und jeder verspricht, dass es damit noch viel viel einfacher geht. Um welchen Preis? Genau, man muss schon teilweise recht hart arbeiten, um am Laufenden zu bleiben. Ganz davon zu schweigen, dass man auch wirklich alles kennen und können kann. Nicht bei dieser Vielfältigkeit. Dass dabei Einsteiger den Überblick verlieren und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kann nicht verwundern.
Früher hat es gereicht, die CPU mitsamt der ALU und allem was sonst noch so dazu gehört zu kennen und ein paar Register (es mussten nur die richtigen sein) zu schupfen und schon konnte man sein Ergebnis (das was davor lag, lasse ich nun einfach einmal weg). Die Programmiersprache als solches war also auf ein Minimum ausgelegt und konnte so auch einfach benutzt werden. Heute hat ein Neuling schon viel zu tun, um überhaupt alle Möglichkeiten der Sprache zu lernen, mal abgesehen vom dahinterliegenden Framework bzw. den sonstigen verfügbaren Bibliotheken. Hier wundere ich mich ja selbst, wie man das denn selber alles immer irgendwie unter einen Hut bekommt.
Zusätzlich zur Thematik Programmiersprache/Framework kommt noch hinzu, dass ein heutiger Entwickler keineswegs mehr im dunklen Kämmerlein sitzt, sondern durchaus auch soziale Kompetenz mitbringen muss. Der Kunde möchte gut aufgehoben sein und dazu ist Kontakt einfach notwendig (verständlicherweise). Was genau resultiert daraus? Genau! Es bleibt nicht bei der Forderung nach sozialer Kompetenz, sondern der Softwareentwickler sollte sich grundsätzlich in sämtlich angesprochenen Bereichen auskennen. Dies können diverse Prozesse im Unternehmen des Kunden sein, das kann die Branche betreffen, in der sich der Kunde bewegt, betrifft jedoch auch die speziellen Technologie-Wünsche. Nicht oft kommt es vor, dass ein bestimmtes DBMS verwendet werden muss, der Datenaustausch zwischen Client und Server muss via XML passieren und schließlich möchte der Kunde auch noch die Oberfläche selbst anpassen können, wo wir dann wieder bei unterschiedlichsten Bereichen angekommen wären: Für Web hätten wir dann beispielsweise CSS, oder XAML für WPF Windows Anwendungen. Reporting darf auch nicht fehlen, wodurch dann Kenntnisse in XSLT recht hilfreich sind und schlussendlich sollen bestimmte Dokumente als XPS geschrieben werden. Dieses Spielchen könnte man nun schon ziemlich lange spielen.
Jetzt ist die IT Branche aber durchaus noch als eine junge Branche anzusehen, dennoch muss man feststellen, dass sie wohl vielseitiger kaum sein könnte. Rechnen wir noch mal 10 Jahre hinzu, dann möchte ich gar nicht wissen, welche neuen Techniken und Technologien bis dahin zusätzlich Einzug gehalten haben und über welche der heutigen man noch durchaus Know-How mitbringen muss. Ich denke … es wird nicht einfacher für uns und auch nicht für diejenigen, die in diese Branche einsteigen möchten …
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