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Technologie einmal umweltbewußter? Es wäre an der Zeit ...

01.10.07 - Entwicklung, Diskussionen, Kunterbunt
Beitrag von Norbert Eder
 Technologie. Bei diesem Begriff denkt man unwillkürlich an Fortschritt, an vereinfachte Arbeitsabläufe (oft gar nicht der Fall) und an tolle Errungenschaften. Dabei auf der Strecke bleibt wohl großteils die Umwelt. Nicht nur, dass Tonnen von Rohstoffe für einen PC verbraucht werden, irgendwie muss das Teil auch Strom bekommen und hier sind wir natürlich auch noch lange nicht bei 100% Wasser-, Wind- bzw. Sonnenenergie angelangt.

Tatsache ist, dass in den letzten Jahren alles nur schneller und kleiner (bei manchen Geräten auch größer) sein musste. Man nehme das Thema Grafikkarten: Noch bessere Auflösungen, mehr Details, noch mehr Polygone. Wenn das nicht reicht, dann stecken wir einfach zwei Grafikchips auf eine Karte. Was wurde hier vergessen? Nun, der Stromverbrauch. Wozu bitte ein 1000 Watt Netzteil? Wieso wird nicht einmal versucht die aktuelle Leistung beizubehalten mit gleichzeitiger Senkung des Stromverbrauchs? Nicht nur, dass durch den erhöhten Bedarf an Strom die Kosten für eben diesen in die Höhe schnellen, auch schädigen wir damit unsere Umwelt.

Nächstes Thema - vielleicht jetzt weniger auf den IT-Sektor bezogen, aber dennoch ein schönes Beispiel: Milliarden werden beispielsweise in die Formel 1 gesteckt. Mit welchem Ziel? Nun, Fahrer können noch mehr Geld verdienen (wozu bitte??) und die Autos sollen schneller werden. Werden sie zu schnell, dann werden wieder Reglements getroffen damit die Motorenhersteller wieder von vorne beginnen können (und die Teams mit ihrer gesamten Technik). Wie wäre es einmal, wenn man die Formel 1 (und den Ralleysport etc.) um alternative Möglichkeiten zu entwickeln und zu testen? Das Geld wäre doch vorhanden und DAS würde nicht die Umwelt verpesten, nein, sondern die Menschheit vielleicht sogar wirklich einen Schritt weiter bringen.

Hierfür gibt es viele Beispiele. Technologie muss nichts Schlechtes sein. Sie muss nur richtig eingesetzt werden und manche Entscheidungsträger sollten einfach einmal genauer über die Sinnhaftigkeit ihrer (Nicht-)Entscheidungen nachdenken.

Und vielleicht sollte auch jeder von uns darüber nachdenken. Ewig kann es so nicht weitergehen und es liegt auch an uns Akzente zu setzen. Muss es wirklich die schnellste und beste Grafikkarte sein, um ein paar Zeilen Code zu tippen?
 


Mariusz

01.10.07
 Die Anmerkung mit der Grafikkarte finde ich sehr gut. Früher wurden die Grafikkarten nicht in so schnellen Zyklen produziert und somit hatten die Treiberentwickler mehr Zeit zum Optimieren. Heute werden die Treiber so gut wie kaum optimiert. Für jeden Grafikchips gibts neue Treiber und stößt man damit an die Grenzen, dann kommt einfach ein neuer Grafikchip, der noch mehr Leistung frisst auf den Markt. That's it. Anscheinend ist es günstiger neue, besser Chips zu produzieren, als die dafür vorgesehenen Treiber zu optimieren.
Aber so ist das halt :-/
 


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